2006-09-18 18:03:02 Uhr
Bezug nehmend auf die Rezeptionsproblematik von musikalischen Strukturen im allgemeinen und von Noise / Power-Electronics (als abstrakte akustische Strukturen) im besonderen, soll eine Strategie entwickelt werden, die den Rezipienten und den Kontext der Aufführung mit einrechnet, um ein Verständnis für die künstlerisch-kommunikative Verwendung atonaler Strukturen zu schaffen, die von nirdezneb als gleichberechtigt in ihrem künstlerischen Ausdruck neben klassisch tonalen Strukturen gesehen werden. Das Set beinhaltete drei Kategorien von Sound mit verschiedenen Graden an Abstraktion:
- 1. reinen Noise / Power-Electronics
- 2. Dance-Noise
- 3. Gitarren-Interludes
Altitude 2006
nirdezneb Audio Performance
Zum Wesen von Noise (Power-Electronics) – so wie nirdezneb ihn definiert – gehört ein hoher Grad an Abstraktheit. Für den unvorbereiteten Rezipienten bedeutet dies, dass seine Aufmerksamkeitsschwelle mit Anstieg des Faktor Zeit zu sinken beginnt; je länger eine Noise-Performance dauert, desto schwieriger wird es den unvorhersagbaren Strukturen und Klängen zu folgen.
Die Altitude Performance strebte einen sinuskurven-artigen Verlauf der Komplexität der Tracks an, bei dem sich extreme Höhepunkte bei Noise-Sounds mit unkomplexeren Stücken – in diesem Fall Gitarren-Samples – im »Tal« der Kurve abwechseln sollten. Ein dritter Faktor war das phasenversetzte Einbringen von Dance-Noise Tracks, welche eine Synthese aus Krach und rhythmischen, »tanzbaren« Elementen anstrebt. Das ungefähr einstündige Set der Altitude 2006 Performance, vom 13. Juli, 2006, welches Echtzeit Interventionen enthielt, wurde für die Online-Präsentation noch mal überarbeitet und in vier Blöcke aufgeteilt.

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